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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

11. Oct 2017 - 15:13 Uhr

Auszeichnung für deutsch-israelische Kooperation - Choreografinnen des Projekts „Störung/הפרעה“ der Universität und des Theaters erhalten Shimon-Peres-Preis

Auszeichnung für deutsch-israelische Kooperation - Choreografinnen des Projekts „Störung/הפרעה“ der Universität und des Theaters erhalten Shimon-Peres-Preis
Das Wissenschafts- und Tanzprojekt „Störung/הפרעה“ behandelte die Themen Bewegung und Bewegungsstörung

Foto: Levin Sottru
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Stellvertretend für das Tanz-Wissenschaftsprojekt „Störung/הפרעה“ (Störung/Hafraah) haben die Künstlerinnen Yasmeen Godder aus Tel Aviv/Israel und Monica Gillette aus Freiburg vom Auswärtigen Amt den in diesem Jahr erstmals verliehenen Shimon-Peres-Preis erhalten.

Der Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg und das Theater Freiburg konzipierten und organisierten das interdisziplinäre Langzeitprojekt zusammen mit der Yasmeen Godder Company in Tel Aviv sowie sechs neurowissenschaftlichen Instituten in Israel. Das Projekt beteiligte 2015 in Deutschland und Israel mehr als 60 Tänzerinnen und Tänzer, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Menschen, die mit Morbus Parkinson leben. Thema der Tanzworkshops, Tagungen und Diskussionsformate waren Bewegung und Bewegungsstörungen. Diese transdisziplinären Veranstaltungen ermöglichten, neue Perspektiven auf diesen Themenkomplex zu entwickeln und zu diskutieren.

Von Universitätsseite wurde „Störung/הפרעה“ von dem Philosophen Privatdozent Dr. Oliver Müller geleitet. Mit seinem Team erarbeitet er im Projekt „Reaching Out“ im Rahmen des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools seit 2013 neurowissenschaftliche Themen gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern, um mit neuen Bühnenformaten und partizipativen Projekten Einblicke in die Hirnforschung zu geben und ethische Debatten anzuregen.

Die Preisträgerinnen Godder und Gillette übernahmen die künstlerische Koordination von Störung/הפרעה. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung im Andenken an Shimon Peres und in Verantwortung für die besondere Freundschaft zwischen den beiden Ländern wird jährlich an deutsche und israelische Fach- und Führungskräfte vergeben, die sich um die Ausgestaltung der deutsch-israelischen Beziehungen besonders verdient gemacht haben. Verliehen wird der Preis von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am 10. Oktober 2017 im Jüdischen Museum Berlin.

Die finalen Themenkongresse in Tel Aviv und Freiburg inszenierten für eine größere Öffentlichkeit neue Formate für den Dialog zwischen den unterschiedlichen Zugängen aller beteiligten Partnerinnen und Partner. Sie präsentierten unter anderem mit „Common Emotions“ eine choreografische Arbeit von Godder, die ihre Inspirationen aus der tänzerischen Bearbeitung des Störungs-Themas im Verlauf des Prozesses erfuhr. Eine filmische Dokumentation begleitete dieses Projekt durch das Jahr 2015, das auch das 50. Jubiläumsjahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war.

Störung/Hafraah wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

(Presseinfo: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 11.10.2017)


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