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Ortenaukreis - Lahr

10. Oct 2017 - 13:31 Uhr

Kleine Baumeister und Detektive der Sprache werden unterstützt - Zum 14. Mal qualifizierten sich Kindereinrichtungs-Mitarbeiter erfolgreich zu pädagogischer Fachkraft Sprachentwicklung und Sprachförderung im Elementarbereich

Kleine Baumeister und Detektive der Sprache werden unterstützt - Zum 14. Mal qualifizierten sich Kindereinrichtungs-Mitarbeiter erfolgreich zu pädagogischer Fachkraft Sprachentwicklung und Sprachförderung im Elementarbereich
Von links: Inna Steinborn, Marion Himmelsbach, Bärbel Vögele, Günter Evermann, Ronja Küderle und Daria Buchhammer

Foto: Stadt Lahr
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Fast schon traditionell bedankt sich die Stadt Lahr für das Engagement der pädagogischen Fachkräfte, die sich zusätzlich in einer trägerübergreifenden Fortbildungsmaßnahme im Bereich der Sprachentwicklung und Sprachförderung weiterqualifizieren. So auch am 27. September im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Kindertagesstätte Am Schießrain. Günter Evermann, Leiter des Amtes für Soziales, Schulen und Sport, hat fünf Erzieherinnen und einen Erzieher zum erfolgreichen Abschluss der Qualifizierung beglückwünscht.

Auf ihrem Weg zur Sprache müssen sich Kinder ihren Wortschatz wie kleine Baumeister selber aufbauen, in dem sie sich erinnern und Bedeutungen aus dem Zusammenhang erschließen. Ebenso müssen sie die grammatikalischen und Kommunikationsregeln wie kleine Detektive selber herausfinden. Dabei werden in ihrem Gehirn erstaunliche Ableitungsprozesse in Gang gesetzt. Damit diese Prozesse in Gang kommen, bedarf es wirkungsvoller Unterstützung. Diese erfahren Kinder auf ihrem Weg zur Sprache durch pädagogisches Personal, das sich über seine Rolle als wichtiges Sprachvorbild bewusst ist und über hohes Sprachbewusstsein verfügt. Dazu gehört auch Wissen zum Verlauf der kindlichen Sprachentwicklung bei ein- und mehrsprachigen Kindern und die Fähigkeit zu erkennen, welche Entwicklungsschritte die Kinder schon zurückgelegt haben und welche noch fehlen.

Kindern im Vorschulbereich können noch nicht selber lesen und schreiben, so dass sich das Lernen vom schulischen Lernen sehr unterscheidet. Deshalb sind andere Zugänge notwendig, wie beispielsweise unmittelbare Erlebnisse und Erfahrungen, die alle Sinne ansprechen. Durch variantenreiches Sprechen der Sprachvorbilder bekommen Kinder darüber hinaus Muster geliefert, wie Sätze aufgebaut werden.

Vertieftes Sprachbewusstsein der Erzieherinnen und Erzieher darf jedoch nicht nur im Angebotsbereich seine Wirkung zeigen, sondern diese veränderte Haltung muss auch im Alltag der Kita Einlass finden. Deshalb weiten mehr und mehr Einrichtungen ihre intensive sprachliche Förderung auch auf die jüngeren Kinder aus. Das ist umso notwendiger, als die Sprachtests, die im Rahmen der Einschulungsuntersuchung ESU in den Einrichtungen durchgeführt werden, zeigen, wie hoch die Bedarfe der Kinder sind. Zwar ist der Anteil der förderbedürftigen Kinder dieses Jahr wieder angestiegen und liegt bei knapp 70 Prozent, aber die langjährigen Erfahrungswerte zeigen, dass Kinder, die schon früh nur noch in einzelnen Bereichen Förderbedarf haben, häufig mit guten, altersentsprechenden Sprachkenntnissen in die Schule entlassen werden können.

Die Zeit, die in die Weiterbildung investiert wird, ist im Sinne der Kinder und ihrer Bildungsbiografie gut angelegt. Günter Evermann
dankte deshalb im Namen der Stadt Lahr den neuen Fachkräften für Ihr Engagement. Bei der laufenden Qualifizierungsmaßnahme wurde einmal das „große Zertifikat“, das sowohl zur Führung von Sprachfördergruppen als auch zur Durchführung von Testungen berechtigt, übergeben, und an weitere fünf Mitarbeiterinnen das „kleine Zertifikat“. Je nach Bedarf der Einrichtung und ihrer persönlichen Situation erlangen sie damit die Teilqualifikation für die Durchführung von Kleingruppen mit dem Schwerpunkt Sprachförderung oder für die Testung. Sie können die Gesamtqualifikation aber auch in einem zweiten Schritt vervollständigen.

Grundlage für alle bildete ein zweitägiges Theorieseminar, das Kenntnisse über die Sprachentwicklung und frühe Mehrsprachigkeit, das Erhebungsverfahren, Methoden der Sprachförderung, Buch- und Schrifterfahrung im Kindergarten, die Pädagogik Emmi Piklers und Elternarbeit vermittelte. Anschließend wurden die Fachkräfte dann entweder zum Tester oder zur Testerin ausgebildet oder sie erlangten die Qualifizierung zur Führung von Kleingruppen mit dem Schwerpunkt Sprachförderung.

Die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen haben:
- Gudrun Marrek, Katholische Kita St. Peter und Paul
- Dominik Haak, Kita Lotzbeckstraße
- Daria Buchhamer, Evangelischer Martinskindergarten
- Ronja Küderle, Evangelischer Martinskindergarten
- Marion Himmelsbach, Kita Am Schießrain
- Inna Steinborn, Katholische Kita Sankt Raphael.


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