GRATIS! Internet-Tageszeitung für alle, die in der Regio „etwas zu sagen haben“! Einfach „Hier schreiben Sie!“ benutzen! Mehr…

RegioTrends

Kreis Emmendingen - Emmendingen

27. Jan 2018 - 23:16 Uhr

26. Kappensitzung zur Seniorenfasnacht: Große Welt-Politik und treffsichere Spitzfindigkeiten aus der Regio - Büttenpremiere für Horst Kary - EFG-Präsident zu seinem "55er" gefeiert!

26. Kappensitzung zur Seniorenfasnacht
Einmarsch aller Narren

Alle Fotos: Thomas-Martin Mühl / REGIOTRENDS-Lokalteam "EM-extra"
weitere Bilder hier
Vergrößern?
Auf Foto klicken.
Den Auftakt zur diesjährigen Fasnachts-Saison im Emmendingen bildete heute Mittag die 26. Kappensitzung zur Seniorenfasnacht der Emmendinger Fasnachts-Gesellschaft (EFG). Über 400 Senioren feierten ausgelassen und genossen die tänzerischen Darbietungen sowie die Büttenreden, die sowohl die große Welt-Politik als Thema hatten als auch treffsichere Spitzfindigkeiten aus der Regio lieferten.

Traditionsgemäß begann die Seniorenfasnacht mit dem Einmarsch aller Narren: Vom Foyer aus zogen sie durch die Halle auf die Bühne. Zusammen mit EFG-Präsident Gerhard Bürklin und der amtierenden Fasnachts-Königin Annika I. präsentierten sich die Narren sowie der EFG-Elferrat.
EFG-Präsident Bürklin begrüßte herzlich die Senioren, die EFG-Ehrengäste sowie die Abordnungen der „Emmendinger Hansele“, der „Ämädinger Fellteyfel“, der „Äämädinga Wäschwiiba“, der „Ämmedinger Bäägle Hexe“, der „Schelme-Zunft Emmendingen“, der „Krabbenzunft Kollmarsreute“ sowie des Narrenrates „Blau-Weiß“.
Einen Willkommensgruß richtete Bürklin zudem an die Ehrenmitglieder des EFG-Elferrates, die Stadträte Wilhelm Volz und Reinhard Stopfkuchen sowie an die Vertreter der Sponsoren (Markus Singler, Vorstandsmitglied Volksbank Breisgau Nord und Hartmut Ott, stellvertretender Regionaldirektor Freiburg-Nördlicher Breisgau).
Der EFG-Präsident dankte den Waldkircher Tanzrhythmikern für die musikalische Untermalung der Sitzung sowie der Kolpingfamilie Emmendingen für die Bewirtung.
Ein dreifach donnerndes Emmendinger „Ajo“ beschloss die Begrüßung.

Die „Hände zum Himmel“ ließ EFG-Elferrat Ralf Steiger die Senioren bei seinem Eröffnungsgesang recken. Der Aufforderung wurde bereitwillig nachgekommen.

Nach dem Ausmarsch der Narren von der Bühne wusste die Kindergarde von „Blau-Weiß“ (unter der Leitung von Sévérine Reinbold und Saphira Arnold) mit ihrem Auftritt zu begeistern. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer ernteten großen Applaus und bekamen zum Dank für ihren Auftritt von EFG-Präsident Bürklin jeweils eine Tafel Schokolade überreicht.

EFG-Ehrenkappenträger Horst Kary feierte eine gelungene Premiere in der Bütt: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau berichtete gekonnt von seinen „Erlebnissen als Opa“. In Gedichtform erzählte er von seinem ersten Treffen mit den Freund seiner Tochter („Als Türke ist er zwar kein Badener, aber wenigstens auch kein Schwabe“), der Hochzeit der beiden sowie der folgenden Schwangerschaft („Als Opa wurde ich am Stammtisch gefeiert und stand im Mittelpunkt“) bis hin zur Geburt seines Enkels und der Erkenntnis: „Ab heute liegt eine Oma neben mir im Bett!“.
Die Nachbarin habe sofort nach der Geburt ihre neugeborene Enkelin mit dem Nachwuchs Karys verkuppeln wollen, so der glückliche Großvater. Als Opa stehe man nach der Geburt zwar plötzlich in der zweiten Reihe, dafür treffe man auf dem Spielplatz aber lauter hübsche Mütter.
Seine Darbietung wollte Kary als Hommage an seine zwei Enkelkinder verstanden wissen: „Opa zu sein ist eine Gnade! Wir Opas gehören eigentlich unter Artenschutz“.

Einen besonderen Tag, nämlich seinen Geburtstag, feierte der elfjährige Leon. Von Horst Kary bekam er auf der Bühne ein Geschenk überreicht.
Aber nicht nur Leon konnte seinen Ehrentag begehen: Der EFG-Präsident Gerhard Bürklin hatte ebenfalls Geburtstag!
Seinen ersten Fasnachts-Auftritt feierte Bürklin 1980, seit 36 Jahren ist er EFG-Mitglied und wurde für seine Verdienst um die Emmendinger Fasnacht vielfach ausgezeichnet. „Als sein ehemaliger Chef muss ich mich schon fragen, was er denn die ganzen Jahre gemacht hat“, merkte Kary in Bezug auf Bürklins großes Engagement für die Fasnacht augenzwinkernd an.
Mit dem Ständchen „Happy Birthday“ wurde der EFG-Präsident vielstimmig gefeiert; ein Geschenk sowie eine große Torte bekam Bürklin auf der Bühne überreicht.

Unterstützt von den Waldkircher Tanzrhythmikern (unter der Leitung von Stefan Bayer) präsentierte EFG-Elferrat Ralf Steiger zwei Seniorenball-Lieder: Bei „Die kleine Kneipe“ (Peter Alexander) und „Heute hau' n wir auf die Pauke“ (Tony Marshall) wurde eifrig mitgesungen und geklatscht.
Anschließend bekam Steiger die EFG-Ehrenurkunde für fünf Jahre Mitgliedschaft im Elferrat überreicht.

Der Auftritt von EFG-Neu-Elferrat Clemens Kunzweiler als Stefan Mross traf leider nicht den Geschmack des Publikums. Die „lustigen Volks-Mutanten aus Rust“ konnten trotz des russischen Showgirls Natascha nicht überzeugen. Da half auch kein Wodka: „Ich dachte zuerst, ich wäre deprimiert, aber dann merkte ich, dass ich einfach nur nüchtern war“.
Die Interpretation des Vogelfängers aus Mozarts „Zauberflöte“ als Herbert von Karajan mit Anklängen von „Alle Vögel sind schon da“ und „Alle meine Entchen“ wurde vom Publikum nicht mit Interesse aufgenommen.
Auch bei der Darstellung von Urs Knöpfli (mit einer musikalischen Einlage über Donald Trump) war das Publikum nicht aufmerksam.
Der fast 30-minütige Auftritt Kunzweilers wurde leider nicht honoriert.

Einen „herzerfrischenden Sound“ konstatierte EFG-Präsident Bürklin bei den Waldkircher Tanzrhythmikern. In ebensolcher Weise wussten die EFG-Herzbuben (Clemens Geisert, Maurice Geisert und Jürgen Schwald) zu begeistern. Herzerfrischend interpretierten sie die Wolfgang Petry-Titel „Der Himmel brennt“, „Wahnsinn“, „Du bist ein Wunder“, Ich will noch mehr“, und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih'n“; selbstverständlich waren alle drei dazu im passenden Outfit gekleidet. Das Publikum reagierte mit großem Applaus auf die Darbietung.
Ohne Zugabe durften die EFG-Herzbuben die Bühne dann auch nicht verlassen: Zusammen mit dem gesamten EFG-Elferrat wurde der Klubbb3-Titel „Das Leben tanzt Sirtaki“ zum Besten gegeben.
Anschließend bekamen Maurice Geisert (drei Jahre Elferrat-Mitgliedschaft) und Clemens Geisert (33 Jahre Elferrat-Mitgliedschaft) EFG-Urkunden überreicht.

Mit viel Beifall bedacht wurde auch der EFG-Ehrenkappenträger und Stadtpfarrer Herbert Rochlitz: Sein mittlerweile dritter Auftritt als „Bänkelsänger aus Baden“ sorgte für ausgelassene Stimmung. Bereits bei seinem ersten Musikstück ergänzte das Publikum ein freudiges „Ajo“ im Refrain.
Sein „Weihnachtslied aus Maleck“ (Süßer die Glocken nie klingen) nahm spitz die aktuelle Klage gegen die Kirchenglocken in Maleck aufs Korn.
Das „Heimatlied über das Tennenbacher Tal“ hatte die Streitigkeiten über den Straßenbau von Freiamt aus zum Thema.
Während er sich sein „USA-Outfit“ anlegte kam es zu einer technischen Panne: „Kein Wunder, dass alles auseinanderfällt, wenn Trump regiert“ reagierte EFG-Präsident Bürklin spontan. Rochlitz` Darbietung als Donald Trump erntete große Begeisterung.
Das Heiligenlied „Sankt Martin“ (Ich kipp` mir einen in die Laterne) behandelte spitzzüngig den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz.
Der Titel „Vier große Matrosen“ blickte auf die gescheiterten „Jamaika-Verhandlungen“ zurück – jetzt muss „Mutti“ (Angela Merkel) doch zurück zu „Sankt Martin“ (Martin Schulz).
Eine „fast wahre Frauengeschichte“ rundete den Auftritt Rochlitz` ab.
„Eure Heiligkeit ist ein Pfundskerl“ lobte EFG-Präsident Bürklin den Stadtpfarrer.
In seiner, vom Publikum vehement geforderten, Zugabe berichtete Rochlitz von seiner „geistlichen Erfahrung mit einer Nonne“ (welche sich als „Karl-Heinz“ herausstellte, der auf dem Weg zum Fasnachtsball war).

Dunkel wurde es in der Halle zum „Strumpfhosentanz“: Auf diese Weise kam die Darbietung des EFG-Frauenrats (unter Leitung von EFG-Frauenrätin Martina Geisert) perfekt zur Geltung.
Im Anschluss wurde Tomislav Mamic, dem auch die Regie des 26. Kappensitzung zur Seniorenfasnacht oblag, die EFG-Ehrenurkunde (für 15 Jahre Mitgliedschaft im EFG-Elferrat) überreicht.

Viel Applaus erntete der Show-Tanz der „Blau-Weiß“-Kindergarde (unter der Leitung von Sévérine Reinbold und Saphira Arnold). Die geforderte Zugabe wurde gerne geliefert.

Eine Polonaise (angeführt von EFG-Fasnachts-Königin Annika I.) schloss den ersten Teil der 26. EFG-Kappensitzung zur Seniorenfasnacht ab.

Nach einer etwa 20-minütigen Unterbrechung marschierten der EFG-Elferrat sowie der Frauenrat der EFG zusammen mit EFG-Fasnachts-Königin Annika I. und der „Blau-Weiß“-Garde zu Beginn der zweiten Hälfte vom Foyer aus durch den Saal auf die Bühne.

Der Garde-Tanz von „Blau-Weiß“ (unter der Leitung von Sévérine Reinbold und Saphira Arnold) wurde mit rhythmischem Klatschen quittiert.
Anschließend gratulierte EFG-Präsident Bürklin Saphira Arnold für 18 Jahre und Sévérine Reinbold für 21 Jahre „Blau-Weiß“-Mitgliedschaft.
Ohne Zugabe durfte auch die „Blau-Weiß“-Garde die Bühne nicht verlassen.

Sehr unterhaltsam lästerten die „Zwei Tratschtanten“ (Ralf Sailer und Jürgen Albrecht) über die Männerwelt.
In allen schweren Stunden des Lebens hätten sie ihren Männern beigestanden – deren Fazit: „Du bringst mir einfach Pech!“.
Hätte eine der Damen Einschlaf-Probleme sei dies in Ordnung: „Das Böse schläft nie!“.
Eine Statistik über das Fremdgehen sei ja interessant, aber wenig hilfreich: „Ich brauche Fotos und Adressen!“.
Die zotigen Anekdoten über Mann-Frau-Beziehungen kamen beim Publikum gut an.
Als Spiel sei bei einer Hochzeit die Aufgabe gestellt worden, auf die Person zuzugehen, die das Leben lebenswert mache – der Barkeeper sei hierauf fast tot getrampelt worden.
Auch Stadtpfarrer Rochlitz fand bei den Tratschtanten Beachtung: So hätte dieser bei einem Besuch im „Badeparadies Schwarzwald“ vom Schwimmen Abstand genommen: „Eine falsche Bewegung und das alles ist Weihwasser“. Der Besuch in der „gemischten Sauna“ habe ihm dagegen wenig ausgemacht: „Die paar Protestanten dort stören mich nicht!“.
Ob ihre Männer hingegen mit dem Trinken aufhören wollten sei bislang ungeklärt – sie würden noch schwanken.
Eine Nachbarin sei zuletzt mit dem Liebesspiel ihres Mannes unzufrieden gewesen – dieser habe sich darauf mitten in der Nacht angezogen, um sich „eine zweite Meinung einzuholen“.
In ausgelassener Stimmung folgte das Publikum den Ausführungen der „Tratschtanten“ und schunkelte bei den musikalischen Einlagen fleißig mit.

Eine „Schnitzelbank“ lieferten Rolf Berenz und seine Mannen von der „Zunft der Fasnet-Rufer“: Die Freiburger Zunft ist seit 80 Jahren in der Freiburger Fasnacht aktiv und der Auftritt in Emmendingen war der erste außerhalb des Freiburger Stadtgebiets seit 50 Jahren.
Mit liebevollen Darstellungen, die auf einer Leinwand skizziert waren, widmete sich Berenz in seinen Moritaten den großen politischen Themen und internationalen Politikern ebenso wie der Lage der Nation nach der Bundestagswahl. Musikalisch begleitet wurde er hierbei von Stephan Frank.
„Ja, do leg`s di nieder“, sang Berenz im Refrain, ergänzt mit „und stehst nimmer auf“ vonseiten des Publikums.

Ein Glas, eine Flasche Wein und einen Korb, um diese zu transportieren: Mehr benötigte „S` Marieli“, die „Weinkönigin aus St. Georgen“ (Rainer W. Frauenhoffer) für ihren Auftritt nicht.
„S` Marieli“ berichtete über einen Besuch bei EFG-Präsident Bürklin in der Sparkasse, der sie über die finanzielle Absicherung von Banken aufgeklärt hatte – ihr Fazit: „Darauf trink` ich, ohne Sorgen, ein Gläschen Wein aus St. Georgen“. Es sollte nicht das einzige bleiben.
Martin Luther habe sie zuletzt beim Einkaufen getroffen – kein Wunder, war sie doch in einem Reformhaus gewesen. „Egal, wie `lut` die Glocken der Kirche sind – Martin war Luther“, erläuterte sie in schönstem Alemannisch.
Die Erklärungen ihres Vaters bezüglich der Politik erheiterten das Publikum – ebenso wie die Vorstellung, Grünen-Politiker Özdemir hätte bei den „Jamaika-Verhandlungen“ CSU-Chef Seehofer das Marihuana-Rauchen beigebracht.
Ihre „Ode an den Diesel“ erntete viele Lacher. Am Ende „tankte“ „S` Marieli“ aber doch lieber wieder ein Gläschen Wein aus St. Georgen.
Ein Schwank, wie ein Rüpel in Freiburg einfach ihr Weinglas ausgetrunken habe (das allerdings mit Gift versetzt war) wusste genauso wie ein fiktives Gespräch mit einem Schwaben („In Baden gibt es zwar einige hässliche Menschen – die reisen aber meist nach zwei Wochen wieder ab“) zu unterhalten.
Am Ende der Bütt war die mitgebrachte Weinflasche leer und das Publikum hatte sich prächtig amüsiert.

EFG-Elferrat Ralf Steiger übernahm die ausgelassene Stimmung bei weiteren „Seniorenball-Liedern“: Gemeinsam mit dem Publikum sang er die Titel „Humba Tätärä“ und „Rucki Zucki“ (beide Ernst Neger).
Zusammen mit EFG-Präsident Bürklin wurden die Titel „Heile, heile Gänsje“ (Ernst Neger) und „Rot sind die Rosen“ (Semino Rossi) interpretiert.

Zum großen Finale bat EFG-Präsident Bürklin noch einmal alle Akteure auf die Bühne.
Gemeinsam mit dem Publikum wurde der Titel „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ (Ernst Neger) gesungen.
Eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Kappensitzung zur Seniorenfasnacht klang mit dem letzten Ajo um 18.01 Uhr feierlich aus.

>>Weitere Bilder> Emmendinger Seniorenfasnet - Fotoalbum

Bilder


QR-Code Das könnte Sie aus Emmendingen auch noch interessieren!

> Weitere Meldungen aus der Rubrik "Fasnet in der Regio" anzeigen.

Info von RT-Lokalteam Emmendingen (3)
Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei RegioTrends! Oben auf den roten Namen hinter „Info von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung.



P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends!

Twitter Facebook studiVZ MySpace Google Bookmarks Linkarena deli.cio.us Digg Folkd Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo Yigg



























Schwarzwald, Lokalzeitung, Wochenzeitung EMMENDINGER TOR, WZO, Wochenzeitungen am Oberrhein, Der Sonntag, Markgräfler Bürgerblatt, Primo Verlag, Freiburger Wochenbericht, Kurier, Freiburger Stadtkurier, Zeitung am Samstag, Zypresse, Kaiserstuhl, Breisgau,RegioTrends, RegioZeitung, Freiburg, Emmendingen, Waldkirch, Endingen, Kenzingen, Herbolzheim, Breisach, Lahr, Offenburg, Müllheim, Bad Krozingen, Staufen, Weil, Lörrach, Denzlingen, Feldberg, Kaiserstuhl, Breisgau, Ortenau, Markgraeflerland, Schwarzwald