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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

16. Apr 2018 - 15:02 Uhr

David Simonis ist Deutschlands bester Jung-Steinbildhauer - Baden-Badener absolvierte Ausbildung in Freiburger Münsterbauhütte

David Simonis ist Deutschlands bester Jung-Steinbildhauer

Foto: Freiburger Münsterbauverein e.V.
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David Simonis ist 24 Jahre alt und seit einem dreiviertel Jahr Steinbildhauergeselle. Seine Ausbildung hat er in der Freiburger Münsterbauhütte abgeschlossen – äußerst erfolgreich: Als Kammersieger des Kammerbezirks Freiburg, als Landessieger Baden-Württemberg und schließlich sogar mit dem ersten Preis auf Bundesebene. Nun ist er, nach einer Station in seiner Heimatstadt Baden-Baden, in Karlsruhe. Aber eine Verbindung zu Freiburg hat er immer noch – u. a. weil er in den vergangenen Wochen einen Stein fürs Münster fertig gehauen hat und ihn sein Weg im Herbst wieder zurück in den Breisgau führen wird.

David Simonis hat während seiner Schulzeit nie daran gedacht, Steinbildhauer zu werden, obwohl der Drang zum Kreativen und Handwerklichen immer vorhanden war. Der Berufswunsch Steinbildhauer kam dann durch ein Praktikum bei einem Bildhauer auf. Der Weg nach Freiburg und zur hiesigen Münsterbauhütte lag ein bisschen nahe: „Ich bin ja sozusagen die dritte Azubi-Generation aus Baden-Baden in der Freiburger Bauhütte“, erzählt Simonis lachend. Seine Religionslehrerin im Gymnasium, deren Sohn vor einigen Jahren Azubi in der Münsterbauhütte war, hat davon vorgeschwärmt. Das weckte Neugier bei David, er bewarb sich, machte ein Praktikum und wurde Lehrling in der Freiburger Bauhütte.

Etwas weniger als drei Jahre später standen die Gesellenprüfungen an. Mit seinem Gesellenstück, einer Nachbildung der Marienhand aus der Münsterturm-Skulptur „Die Schutzmantelmadonna“, landete er einen richtigen Erfolg. Dank den ebenfalls souverän gemeisterten Theorie-Prüfungen schaffte er mit Abstand die Erstplatzierung auf Landesebene. Anschließend wurde in Mainz der Bundeswettbewerb der Steinmetze und Steinbildhauer ausgetragen, im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks. Dieser wird jährlich in allen über 130 Handwerksberufen auf Bundesebene durchgeführt mit insgesamt bis zu 3.000 teilnehmenden Junghandwerkern. Zugangsvoraussetzung sind u. a. die Note und das Alter – mindestens ein „Gut“ und maximal 27 Jahre als Alter sind zwei der Kriterien. In Mainz haben insgesamt zehn Landessieger um den Bundessiegertitel der Steinmetze und denjenigen der Steinbildhauer gekämpft. David Simonis hat sich durchgesetzt – er wurde erster Bundessieger der Steinbildhauer.

Bis Ende Dezember war er noch in der Münsterbauhütte in Freiburg beschäftigt. Krankheitsbedingt konnte er sein Werkstück, eine mit Krabben verzierte Vierung für einen Strebepfeileraufsatz des nördlichen Langhauses, nicht fertigstellen. Das hat er dann einfach mitgenommen und außerhalb der Bauhütte zu Ende gehauen. Die Bearbeitungsdauer lag bei gut 90 Stunden.
Am Freitag, den 20. April, kommt der Münsterstein wieder nach Freiburg und wird anschließend an der Großkirche verbaut. Und Davids nächste Projekte?

Derzeit arbeitet er bei einem Meisterbetrieb im Raum Karlsruhe, der sich auf die Sanierung und Restaurierung historischer Gebäude spezialisiert. David genießt die viele Praxis und den Baustellenbetrieb. Es sei eine „verlängerte Lehrzeit“ sagt er – er sammelt viele neue Erfahrungen in der Arbeitsmethodik und im Baustellenalltag, der doch anders ist, als die Münster-Welt.

Noch bis circa Ende August kann er sich diesen Aufgaben und Herausforderungen widmen, anschließend beginnt die Meisterschule in Freiburg. Diese war seit Ende der Ausbildung eine Option für ihn. Nach den Gesellenprüfungen sagte er: „Den Meister werde ich irgendwann bestimmt machen, weil ich mir auch vorstellen kann, später selber auszubilden“. „Schule hat mir immer gefallen“, fügte Simonis lachend hinzu und machte sich damals mit seinem halbfertigen Werkstück auf den Weg nach Baden-Baden.

Die Entscheidung, die Meisterausbildung zeitnah zu machen, wurde durch sein überragendes Abschneiden und das Stipendium, welches mit dem Landessieg einhergeht, beeinflusst: Der junge Geselle sagt, es sei sogar der „ausschlaggebende Faktor“ gewesen.

(Presseinfo: Freiburger Münsterbauverein e.V., 16.04.2018)

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