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Kreis Emmendingen - Emmendingen

10. Aug 2018 - 23:44 Uhr

"600 Jahre Marktrecht“ in Emmendingen mit "FESTAKTionen" spektakulär feierlich eröffnet - "600 Jahr`Marktfeier": Mit wenigen Worten und viel Musik durch die Jahrhunderte - Brillante Feuershow als abschließender Höhepunkt

"600 Jahre Marktrecht“ in Emmendingen mit "FESTAKtionen" spektakulär feierlich eröffnet

Bild: Reinhard Laniot /REGIOTRENDS-Lokalteam "EM-extra"
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„Regional produzieren und konsumieren“ in Zukunftsproklamation gefordert – Besucher waren von Festprogramm restlos begeistert

Mit einem feierlichen Festakt begannen am Abend auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Emmendingen die dreitägigen Feierlichkeiten zu „600 Jahre Marktrecht“.
Weit über 1.500 Gäste (darunter neben Emmendinger Bürgern zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland) verfolgten gespannt den Festakt und zeigten sich von dem Programm restlos begeistert.

„De Bott“ (Gerhard Oswald) lieferte eine Historische Proklamation, Oberbürgermeister Stefan Schlatterer gab eine Rückschau auf die 600-jährige Geschichte des Marktes und appellierte in eindringlichen Worten an ein friedliches Miteinander.
Rita Crowe, Bürgermeisterin von Emmendingens englischer Partnerstadt Newark-on-Trent, überbrachte Glückwünsche.
Nabi Bauermeister, Schülerin des Goethe-Gymnasiums, wies in ihrer Zukunftsproklamation auf die Wichtigkeit des Wochenmarktes hin: „Regional produzieren und konsumieren“.

Mit einem fulminanten Feuerwerk wurde die Rathaus-Glocke, die zukünftig zu den Markttagen läuten wird, wieder in Betrieb genommen und der Festakt abgerundet.
Musikalische Einlagen und „Zwischenrufe“ aus den obersten Stockwerken der Gebäude über Rosset, Blum-Jundt und dem Juweliergeschäft Stronczek begleiteten unterhaltsam die Festlichkeiten.

Bereits am frühen Abend strömten die ersten Besucher auf den Marktplatz – ab 18 Uhr hatten die Verpflegungsstände (ein Lavastein-Grill, ein Snackshop sowie zwei Getränkestände) geöffnet.

Ab 19.30 Uhr lieferte das Folk-Rock-Quintett „Goschehobel“ gekonnt musikalische Unterhaltung in alemannischer Mundart zur Einstimmung auf den Festakt.

Stadthistoriker und Organisationsleiter Hans-Jörg Jenne übernahm auf der Brunnenbühne die Begrüßung: „600 Jahre Marktrecht in Emmendingen sind ein besonderes Ereignis!“. Der Vertrag zum Marktrecht habe schließlich bis heute gehalten.
„Lassen Sie sich überraschen, was passiert, wenn die Uhr zurückgedreht wird und wir Sie in die Vergangenheit entführen“, kündigte er an. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die „absolute Dunkelheit“ am Ende des Festakts keineswegs auf einen Stromausfall zurückzuführen sei.

Der Fanfarenzug Hachberger Herolde Emmendingen eröffnete den Festakt auf der Brunnenbühne musikalisch.

Eine „Historische Proklamation 1418“ brachte „De Bott“ (Gerhard Oswald) auf dem Rathausbalkon vor. Hierbei blickte er anhand eines „Briefes“ von Markgraf Bernhard I. auf die Verleihung des Marktrechts durch König Sigismund zurück. Drei Jahre zuvor hatte Markgraf Otto II. von Hachberg Burg und Herrschaft an Bernhard I. veräußert.
Immer in der Wochenmitte solle nun ein Markt abgehalten werden und ein Jahrmarkt zu Martini. Die Verkündung Sigismund laute, dass das Reich „das Marktrecht von Emmendingen und Eichstetten anerkennen“ müsse.
Die Verleihung des Marktrechts fiel auf den „Tag des Heiligen Laurentius“ (10. August) 1418.

Der Fanfarenzug Hachberger Herolde Emmendingen spielte ein weiteres Musikstück auf der Brunnenbühne.

Vom Rathausbalkon aus sprach Oberbürgermeister Stefan Schlatterer nach einem weiteren Musikstück der Hachberger Herolde seinen Festgruß. Hierbei hieß er als Ehrengast Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit Valerie Markgräfin von Baden willkommen, die sich zuvor bereits ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte. Des Weiteren begrüßte er Gerdi Staiblin, die ehemalige Ministerin für den Ländlichen Raum Baden-Württemberg, die Gäste aus der englischen Partnerstadt Newark-on-Trent, die Marktbeschicker als „die eigentlichen Akteure“ sowie Landrat Hanno Hurth und Karl Meier (stellvertretender Bürgermeister Eichstetten). Er bedankte sich bei dem Organisationsteam und der Mithilfe des Wehrle-Werks.

„Dies ist eine Punktlandung!“, betonte Schlatterer in Bezug auf die Marktrecht-Verleihung vor exakt 600 Jahren.
Der Oberbürgermeister blickte auf die Geschichte des Emmendinger Marktes zurück – von der Zerstörung im „Mühlburger Krieg“ 1424, dem erst wieder im Jahr 1572 stattfindenden Markt, der Verleihung des Stadt-Titels an Emmendingen 1590, der Ansiedlung jüdischer Viehhändler im späten 18. Jahrhundert unter Johann Georg Schlosser bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus`: „Der Marktplatz war und ist immer Angelpunkt!“.

Wenn er drei Wünsche für den Emmendinger Markt frei habe, so erhoffe er sich erstens, dass der Markt weitere 600 Jahre florieren und gedeihen solle; zweitens, dass es in Europa und der Welt keinen Krieg mehr gebe: „Der Marktplatz hat schon viel Lied erlebt!“ - und drittens, dass die Welt friedlich und vernünftig ihre Konflikte löse: „Auch hierfür steht die Weltkugel über dem Brunnen auf dem Marktplatz!“. Alle Wünsche des Oberbürgermeisters wurden mit spontanem Applaus quittiert.
Zuletzt dankte Schlatterer Emmendingens Partnerstädte für die Umsetzung der „europäischen Idee“: „Mögen die Besucher des Marktplatzes eine schöne und friedliche Zukunft haben!“.

Nahtlos an den Festgruß des Oberbürgermeisters schlossen sich die ersten „Zwischenrufe“ aus Fenstern unter dem Dachgeschoss von drei anliegenden Gebäuden am Markplatz an. Dabei wurde das „Marktgeschehen“ in breitestem Alemannisch kommentiert. Das erste Intermezzo hatte „Schöner Wohnen in Emmendingen“ und die Bausstellen zum Thema: „Der Marktplatz ist unser schönstes Zuhause!“, war zu hören. Die launigen Zwischenrufe sorgten für große Erheiterung im Publikum.
Für originelle Unterhaltung sorgte ungewollt auch die Stadtmusik Emmendingen – mitten in den Kommentaren wurde das „Badnerlied“ zu früh angestimmt: „600 Jahre Markt gibt`s nicht alle Tage – auf geht´s, Musi, weitermache!“, erklang es daraufhin von hoch oben.

Beim zweiten Anlauf, diesmal ohne Unterbrechung, interpretierte die Stadtmusik die „badische Nationalhymne“ – vom Publikum stimmkräftig unterstützt.

Die „Gießkannen-Hymne“ wurde auf der Brunnenbühne präsentiert. Hierzu wurde von den Musikern Frank Goos, Rudi Franke, Hermann Wullich und Harry Wesolowski stilecht ein Gartengerät als Musikinstrument genutzt. Die Darbietung erntete großen Applaus.

Vier Marktfrauen (Rosemarie Hennze, Ute Eckert, Sonja Wachtmeister und Heide Fischer) berichteten mit ihrem „Marktfrauengruß“ von einem „ganz normalen Markttag“.
Von weit her seien die Gäste angereist, um mit den Emmendingern das Markt-Jubiläum zu begehen, denn: „Alleine zu feiern macht keinen Spaß – wir Marktfrauen wissen das!“.
Die „Birnen, Zwetschgen, Äpfel“-Rap-Einlage kam beim Publikum bestens an – zusammen mit Salat, Gemüse und Eiern bilden die Auslagen an dem Markttagen schließlich einen wahren Augenschmaus.
Natürlich muss eine echte Marktfrau auch „ratsche und belausche“, was so alles um sie herum vor sich geht – der Dank der vier Beschickerinnen galt insbesondere ihren treuen Kunden.

Die zweiten „Zwischenrufe“ hatten den „Neuen Markt“ zum Inhalt. Vor allem auf die Dauer der Planungen wurde intensiv eingegangen bevor die Stadtmusik „Arsenal“ von Jan van der Roost auf der Bühne neben dem Alten Rathaus interpretierte.

Rita Crowe, Stadträtin von Emmendingens englischer Partnerstadt Newark-on-Trent, überbrachte die Jubiläumsgrüße für die Partnerstädte.
Hierbei ging sie auf die Geschichte des Marktrechts sowie die Daten und Gepflogenheiten des Marktes in Newark-on-Trent ein und unterstrich, dass viele Besucher aus der englischen Partnerstadt bei ihren Besuchen in Emmendingen auch den Markt und das Weinfest („Ein schöner Anlass, um in gemütlicher Runde zusammenzukommen“) genießen würden.
Crowe wünschte zum Abschluss dem Emmendinger Markt weiterhin viel Erfolg, er möge eine Quelle der wirtschaftlichen Stärke bleiben.
Die englischen Zeilen Crowes übersetzte Stadtratsmitglied Hanspeter Hauke ins Deutsche.

Das Musikstück „African Marketplace“ von Dollar Brand wurde von Frank Goos, Rudi Franke, Hermann Wullich und Harry Wesolowski dargeboten. Jonas Esser, Pascal Haas und Pascal Lissy lieferten dazu eine Trommelaktion vor der Brunnenbühne.

Die dritten „Zwischenrufe“ beschäftigten sich mit dem Thema „Lärm“. Ruhe gäbe es genug auf dem Friedhof, also hieß es erneut: „600 Jahre Markt gibt`s nicht alle Tage – auf geht´s, Musi, weitermache!“.

Dieser Aufforderung kamen Frank Goos, Rudi Franke, Hermann Wullich und Harry Wesolowski gerne nach: „Always Look on the Bright Side of Life“ von Monty Python wurde auf der Brunnenbühne dargeboten. Der Refrain wurde von Teilen des Publikums eifrig mitgesungen.

Den Bob Dylan-Titel „Make you feel my love“ mit einem Text von Johann Peter Hebel („Tabakraucher“) sang Angela Mink. Musikalisch unterstützt wurde sie hierbei von Frank Goos und Rolf Wolter.

Die Formation „Soulvation“ interpretierte den Titel „Heal the world“ von Michael Jackson unter der Leitung von Angela Mink. Auch diese Darbietung wurde mit viel Beifall honoriert.

Für die jungen Emmendinger lieferte die 16-jährige Nabi Bauermeister eine „Zukunfts-Proklamation“: „Ich mache mir Sorgen um die Zukunft der Menschen in meinem Alter! Der Klimawandel muss unter Kontrolle gebracht werden“, verkündete sie unter großem Beifall. Auch zukünftig müsse es möglich sein, ein Leben zu führen, das einem Leben würdig ist, mahnte Bauermeister an.
„600 Jahre Produkte aus dem Umland“ würden beweisen, dass eine globale Entlastung möglich ist: „Regional produzieren und konsumieren“ müsse das Motto lauten.
Die Glocke am Alten Rathaus sei lange Zeit stumm gewesen – nun läute sie aber wieder zu jedem Markttag und solle damit auch zeigen, wie wichtig der Markt sei und dass achtsam mit den Ressourcen umgegangen werden müsse.

Nun wurde es, wie von Stadthistoriker und Organisationsleiter Hans-Jörg Jenne angekündigt, dunkel auf dem Marktplatz – die Stadtwerke Emmendingen hatten die Lichter abgeschaltet.
Zu einem Medley („Light My Fire”/The Doors, “Son of Mr. Green Genes”/Frank Zappa und “In a Silent Way”/Joe Zawinul), dargeboten von Angela Mink, Frank Goos, Rolf Wolter, Rudi Franke, Hermann Wullich und Harry Wesolowski zusammen mit den Trommlern Jonas Esser, Pascal Haas und Pascal Lissy, wurde ein spektakuläres Feuerwerk abgebrannt: Der Marktplatz stand in Flammen!
Faszinierte Blicke verfolgten die Feuerzeichen, der Festakt wurde mit Licht-Kaskaden abgerundet.
Ein Schlussläuten der wieder in Betrieb genommenen Rathaus-Glocke beschloss den gelungenen Auftakt der Feierlichkeiten.

Vollauf zufrieden zeigte sich auch Organisationsleiter Hans-Jörg Jenne: „Ich freue mich, dass so viele Emmendinger hier waren und ihren Spaß hatten“. Der lang anhaltende begeisterte Beifall der Besucher unterstrich diese Aussage. Danach begann für manche noch eine lange Nacht mit vielen Gespräch im "Wohnzimmer" der Stadt!

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